Solaranlage

Solaranlage: Diese Kosten kommen auf dich zu

Solaranlagen im Kosten-Check: Was bezahlt du, wenn du Photovoltaik auf dem Dach installieren lässt? - Hier wird gerade ein Münchner Dach mit Solardachziegeln saniert (Foto: Amelie Niederbuchner, WE SUM GmbH)

Ein Dach kann viel mehr sein als ein Dach – mit einer Solaranlage wird dein Dach zum Stromproduzenten. Das hilft dir, Energiekosten zu sparen. Gleichzeitig leistest du einen wichtigen Beitrag zur Energiewende. Allerdings musst du vorab in eine Photovoltaikanlage investieren. Die Kosten erfährst du hier.

Welche Solaranlagen gibt es?

Wir beschränken uns hier auf die Solaranlagen, die Strom erzeugen, also sogenannte Photovoltaik-Anlagen. In der klassischen Variante werden sie auf das bestehende Dach montiert, man nennt sie deshalb Aufdach-Anlagen. Bei einem Neubau oder einer Sanierung wird das Dach also zunächst gedeckt. Anschließend erfolgt die Installation der Solarmodule. Du kannst auch Dach und Solaranlage kombinieren, indem du dich für Solardachziegel entscheidest. Die Kosten dieser beiden Systeme haben wir für dich verglichen. 

Die dritte Variante wären Solarplatten, die sich in ein Dach integrieren lassen (Indach-Solaranlage). Dieses System bleibt bei unserem Vergleich außen vor – Indach-Solaranlagen sind meist teurer als herkömmliche Aufdach-Anlagen und liefern einen etwas geringeren Ertrag. Ihr Plus im Vergleich zu einer Aufdach-Lösung ist die Ästhetik.

Wie setzen sich bei einer Solaranlage die Kosten zusammen?

Eine Solaranlage besteht aus einzelnen Teilen: Modulen, Unterkonstruktion, Wechselrichter, Kabel und eventuell einem zusätzlichen Energiespeicher. Hinzu kommt häufig, dass die Stromverteilung im Haus angepasst und die Anlage von Fachleuten angeschlossen werden muss. Und jemand muss sie auf deinem Dach installieren. Es fallen bei einer Solaranlage also auch erhebliche Kosten für Handwerkerstunden an.

Was kostet nun eine Solaranlage? Es gibt von einigen Herstellern sowie unabhängigen Verbraucherzentralen ungefähre Größenordnungen. Du kannst mit Kosten für deine Photovoltaikanlage mit 1.400 bis 2.400 Euro pro Kilowatt Leistung (kWp) rechnen. Manche Fachleute geben Photovoltaik-Kosten pro Quadratmeter (m2) an, andere betrachten die Kosten pro Kilowattstunde (kWh). Das sind Größenordnungen für eine klassische Aufdachanlage. Solardachziegel haben abweichende Preise. Details findest du in unseren Beispielrechnungen. Manche Fachbetriebe bieten eine Photovoltaikanlage mit Speicher auch als Komplettpaket zum festgelegten Preis an. 

Wenn du verschiedene Systeme wirklich miteinander vergleichen willst, ist es aber sinnvoller, die Kosten für die Solaranlage auf den erzeugten Strom umzurechnen, also pro Kilowattstunde (kWh). Denn Lebensdauer und laufende Kosten, etwa für Wartungsarbeiten, Reinigung und eventuelle Reparaturen weichen mitunter stark voneinander ab.

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Was für eine Solaranlage für dich Sinn macht, hängt natürlich auch vom Stromverbrauch ab. Eine vierköpfige Familie braucht in der Regel mehr Strom als ein Singlehaushalt. (Foto: Alexander Dummer via Unsplash)

Was beeinflusst bei Photovoltaikanlagen den Preis?

Es beginnt bei der angestrebten Leistung. Schon die beiden Fragen „Wieviel Photovoltaik brauche ich für ein Einfamilienhaus?“ und „Was kostet eine Solaranlage für ein Einfamilienhaus? lassen sich nicht pauschal beantworten: Ein Zwei-Personen-Haushalt verbraucht natürlich in der Regel weniger Strom im Jahr als eine vierköpfige Familie. Die Solaranlagen sind daher unterschiedlich dimensioniert. 

Grundsätzlich müssen eine Photovoltaikanlage und die damit verbundenen Kosten sehr individuell betrachtet werden – das hängt auch damit zusammen, dass zum einen jedes Dach anders gestaltet ist (etwa Größe der Fläche, Dachneigung und -ausrichtung). Zum anderen hängen die Kosten davon ab, für welche Technik du dich entscheidest. Monokrostalline Solarzellen zum Beispiel sind sehr leistungsfähig, allerdings auch teurer. Sie sind für kleinere Dachflächen, die nach Süden ausgerichtet sind, besonders gut geeignet. 

Polykristalline Zellen sind etwas günstiger, liefern aber weniger Ertrag. Diese Variante nimmt man gern, wenn große Dachflächen mit einer PV-Anlage bestückt werden. Die Menge an Solarzellen gleicht dann die schwächere Leistung wieder aus. 

Ähnlich sieht es mit Solardachziegeln von Autarq aus. Sie arbeiten mit der gleichen Technik wie große Module, sind also im Prinzip genauso effizient. Durch die Form der Solardachziegel ist die vergleichbare aktive Fläche allerdings geringer. Doch: Mit dieser Lösung kannst du die maximale Dachfläche nutzen. Dachflächen, die von Gauben, Dachfenstern, Schornsteinen und Abluftrohren unterbrochen werden, können mit Solardachziegeln nahezu vollständig belegt werden. Sie gelten als harte Bedachung und können darum direkt bis an die Brandwand gelegt werden. Wegen der größeren Flächennutzung ist ihr Ertrag unterm Strich höher als bei herkömmlichen Solarmodulen.

Dann gibt es noch sogenannte Dünnschichtmodule. Sie sind extrem leicht und eignen sich für Dachflächen, die keine schweren zusätzlichen Lasten mehr tragen können oder für solche, auf denen besonders viele Module installiert werden sollen. Dünnschichtmodule sind ebenfalls günstiger und hinsichtlich ihrer Leistung mit den polykristallinen Solarzellen vergleichbar. Ihren Vorteil spielen Dünnschichtmodule vor allem bei schlechteren Lichtverhältnissen und hohen Temperaturen aus. Sie werden in der Regel eher für Industriegebäude mit großer Dachfläche verwendet, für Eigenheime sind Solarmodule oder Solardachziegel die bessere Wahl.

Auch die Preise bei den Wechselrichtern variieren stark, weshalb die individuelle Auswahl eines Modells ebenfalls einen Einfluss auf die PV-Anlage in puncto Kosten hat – Wechselrichter werden benötigt, um den Gleichstrom, den die PV-Anlage produziert, in Wechselstrom umzuwandeln, der fürs Haus- oder öffentliche Stromnetz benötigt wird. Die verschiedenen Solaranlagen haben entsprechend unterschiedliche Preise.

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Dachdecker beim Verlegen von Solardachziegeln. Die Kosten für Handwerker:innen können sich regional stark unterscheiden. Auch innerhalb eines Ortes solltest du mehrere Angebote einholen und vergleichen. (Foto: Amelie Niederbuchner, WE SUM GmbH)

Warum kann das gleiche Solaranlagen-System unterschiedlich viel kosten? 

Die Bandbreite der Preise ist selbst für ein- und dasselbe System groß. Beispielsweise sind die Kosten für Handwerker:innen in der Großstadt tendenziell höher als auf dem Land, auch die Region macht einen Unterschied – die Preise in Bayern können von denen in Niedersachsen abweichen. Zudem fallen normalerweise selbst die Angebote an einem Ort und für dasselbe Projekt sehr verschieden aus. Dabei ist das günstigste Angebot nicht automatisch die beste Wahl. Wir können dir daher nur eine ungefähre Richtung für die Kosten einer Solaranlage aufzeigen, versuchen aber, dir anhand eines Beispiels die wahrscheinlichen Kosten so transparent wie möglich zu machen.

Anhand eines Beispiels bekommst du am besten einen Eindruck, welche Kosten für eine PV-Anlage vermutlich auf dich zukommen. Auch ein Batteriespeicher ist bei den Kosten berücksichtigt.

Das Beispiel-Projekt: Ein Reihenhaus soll eine Solaranlage bekommen

Es handelt sich um ein Reihenendhaus in Dortmund, Ende der 1970er-Jahre gebaut. Das Dach ist noch aus dem Baujahr, es handelt sich um ein Eternit-Dach. Das Dach ist rund 175 Quadratmeter groß. Die Neigung liegt bei etwas mehr als 23 Grad. Die eine Hälfte des Daches ist in Richtung Südosten ausgerichtet, die andere hat eine norst-westliche Ausrichtung.

In dem Haus lebt das Ehepaar Richter mit seinem Hund. Während Anja Richter im Homeoffice arbeitet, ist Hermann Richter nur tageweise am heimischen Schreibtisch. Die Energie wird ausschließlich über Strom bereitgestellt – Heizung und Warmwasserbereitung werden über Strom betrieben. Dafür gibt es bei lokalen Energieversorgern spezielle Tarife, da es sich um sogenannte Nachtspeicherheizungen handelt. Aufgrund der elektrischen Heizung ist der Strombedarf entsprechend hoch. Am liebsten würden die Richters deshalb die Photovoltaik auch für die Aufbereitung des Warmwassers nutzen.

Mittelfristig planen die Richters die Anschaffung eines Elektroautos, das sie auch am Haus über eine Wallbox laden möchten. Das möchten sie bei der Planung ihrer PV-Anlage berücksichtigen. Im Idealfall soll das E-Auto langfristig als zusätzlicher Stromspeicher fungieren (über direktionales Laden ihrer Wallbox). Es besteht zudem der Wunsch, die Solaranlage etwas größer zu dimensionieren, um möglichst viel des Haushaltsstroms über die Anlage abzudecken. Den überschüssigen Strom im Sommer möchten die Richters in das lokale Stromnetz speisen, um den Anteil an Ökostrom in ihrer Region zu erhöhen. Eine mögliche Alternative wäre das Buchen einer Stromcloud.

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Idylle im Grünen mit Aufdach-Solaranlage: Allerdings kann nicht die komplette Dachfläche für die Stromproduktion genutzt werden. (Hans via Pixabay)

Was kostet die Dachsanierung mit einer Aufdachanlage?

Bevor Familie Richter eine Solaranlage nutzen kann, muss erst einmal das in die Jahre gekommene Dach saniert werden. Neben dem reinen Dach kommen noch vier Dachfenster hinzu sowie drei Gauben, die erneuert werden müssen. Bei den Dachfenstern entscheidet sich das Ehepaar für eine moderne Variante: Die Fenster sind dreifach verglast, der Motor für die Rollläden wird mithilfe einer integrierten Solarzelle betrieben. Das gesamte Dach wird nach aktuellem Energiestandard gedämmt, ebenso die drei Gauben. 

Da die Dacheindeckung noch aus dem Baujahr Ende der 1970er-Jahre stammt, sind die Eternitplatten asbesthaltig und müssen unter speziellen Schutzmaßnahmen abgenommen und gesondert entsorgt werden. Das alleine verursacht Kosten von rund 4.000 Euro. Insgesamt würden die Kosten für die Dachsanierung ohne Eindeckung inklusive vier neuer Dachfenster bei gut 45.000 Euro liegen. Dabei hat der Fachbetrieb bei seinem Angebot schon insofern die Montage einer Solaranlage berücksichtigt, als dass er entsprechende Dachpfannen integrieren möchte, auf denen sich das Trägergestell für die Module einfach andocken ließe. Nun gilt es, die Größe der Photovoltaikanlage selbst festzulegen und damit auch die Kosten für die Solaranlage.

Damit die Richters die Angebote besser vergleichen können, hat der Dachdecker alle Posten einzeln aufgeschlüsselt. Das ausschließliche Eindecken des Dachs läge – inklusive Material – bei etwa 7.200 Euro netto.

 

Was kostet eine Photovoltaikanlage als Aufdachlösung?

Das Ehepaar Richter erkundigt sich nach einer PV-Anlage mit Speicher, deren Kosten sie über das Solarkataster der Stadt Dortmund abschätzt. Wenn du ebenfalls eine Anlage kalkulieren möchtest, solltest du über die Internetsuche die Begriffe Solarkataster und deine Stadt oder Region eingeben. Hier findest du Links zu Solarkatastern der meisten Bundesländer. 

Im Solarkataster gibt es zwei Möglichkeiten: Du kannst deine Anlage möglichst wirtschaftlich berechnen, also erfahren, was ist die günstigste Lösung, wenn du möglichst viel des benötigten Stroms selbst produzieren willst. Als Alternative kannst du ausrechnen lassen, wie du das maximale aus deinem Dach herausholst. Die Richters entscheiden sich für das Maximum, weil sie den überschüssigen Strom ins Netz einspeisen wollen. Außerdem denken sie in die Zukunft und hoffen darauf, dass viele kleine Solardächer wie ihres in ein paar Jahren auch dazu beitragen können, den Energiebedarf der Industrie zu decken.

Laut Solarkataster wäre auf dem Dach der Richters eine Anlage mit 66 Solarmodulen möglich (Leistung: rund 24 kWp). Der jährliche Stromertrag würde bei 16.260 Kilowattstunden (kWh) pro Jahr liegen. Ihr Elektroauto könnten die Richters nahezu komplett über diese PV-Anlage aufladen. Beim Haushaltsstrom würden sie einen Grad der Autarkie von etwa 88 Prozent erreichen. Vor allem im Winter müssten sie also noch Strom hinzukaufen. Die Kosten für die Installation der Solarmodule lägen bei knapp 31.000 Euro. Bevor du jetzt denkst, das sei ohnehin viel zu teuer: Die kleine Variante einer Solaranlage (möglichst wirtschaftlich auf den eigenen Verbrauch ausgelegt) würde nur rund 12.500 Euro kosten.

Was kostet eine 10-kWp-PV-Anlage mit Batteriespeicher? Wenn die Richters sich zusätzlich für einen Speicher entscheiden - mit einer Speicherkapazität von 18 kWh - kämen nochmals 21.600 Euro hinzu (bei der kleinen Variante mit einer Kapazität von 7 kWh wären es 8.400 Euro). Dieser Preis wäre aber nur gültig, wenn beides auf einmal installiert wird. Ein nachträglich eingebauter Speicher ist normalerweise teurer. Außerdem gibt es auch hier wieder große Unterschiede. Wie bei einem Fernseher kannst du ein günstiges oder ein sehr teures Modell kaufen. Deswegen lassen sich die Kosten einer Solaranlage auf dem Dach mit Speicher schlecht schätzen. 

Die Kosten für eine Solaranlage mit Speicher für dieses Einfamilienhaus sähen also folgendermaßen aus:

  • neue Dacheindeckung: 7.200 Euro
  • Solarmodule (maximal mögliche Leistung): 31.000 Euro
  • Batteriespeicher (18 kWh): 21.600 Euro
  • laufende Kosten (auf 25 Jahre): 11.600 Euro

Gesamtkosten für diese Solaranlage inklusive Batteriespeicher und neuem Dach: 71.400 Euro. Das wären 17,57 Cent pro kWh. Nicht mit eingerechnet ist dabei die Vergütung, welche die Richters dafür erhalten, dass sie überschüssigen Strom ins Netz einspeisen. Wir nehmen die Zahlen für 2023. Eigentlich bekämst du erst einen etwas höheren Satz, und bei größerer Leistung geht er einmalig runter. Das schlüsselt die Verbraucherzentrale genau auf. Um es leichter vorrechnen zu können, nehmen wie den niedrigen Betrag. Das wären dann 7,1 Cent pro kWh.

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Ein Batteriespeicher hat den Vorteil, dass selbst produzierter Strom auch dann zur Verfügung steht, wenn die Sonne nicht scheint. (stux via Pixabay)

Der Eigenverbrauch der Richters von etwa 4.200 kWh im Jahr muss natürlich abgezogen werden (105.000 kWh über 25 Jahre). Es verbleiben 301.475 kWh. Bei 7,1 Cent wären das 21.404,73 Euro. Damit würden die Kosten der Solaranlage pro kWh auf 12,30 Cent sinken.

Sollten sich die Richters doch für die möglichst günstige Variante entscheiden, sähe die Rechnung folgendermaßen aus:

  • neue Dacheindeckung: 7.200 Euro
  • Solarmodule (5.417 kWh/Jahr): 12.500 Euro
  • Batteriespeicher (7 kWh): 8.400 Euro
  • laufende Kosten (auf 25 Jahre): 4.690 Euro

Für die günstige Variante müssten die Richters also für die Solaranlage mit Speicher und neuem Dach 32.790 Euro bezahlen. Pro kWh kämen sie auf 24,21 Cent (135.425 kWh über 25 Jahre). Inklusive Einspeisevergütung - für so kleine Anlagen liegt sie bei 8,2 Cent - wären es 22,37 Cent pro kWh.

Die laufenden Kosten kommen dadurch zustande, dass die Solaranlage regelmäßig gereinigt, gewartet und vermutlich auch mal repariert werden muss. Eine Versicherung wird ebenfalls einkalkuliert. So addieren sich pro Jahr ungefähr noch einmal 1,5 Prozent der Investitionskosten für die Solaranlage über die gesamte Laufzeit hinzu.

 

Lohnt sich eine Aufdach-Solaranlage?

Nun kommt natürlich die Frage auf: Lohnt sich diese Photovoltaikanlage? Zunächst eine wichtige Info: Förderungen sind bei dieser Rechnung noch nicht berücksichtigt. Sie senken die tatsächlichen Kosten für die Solaranlage erheblich. Die möglichen Fördersummen hängen vor allem davon ab, welche Energieeffizienzklasse das Haus durch diese Maßnahmen erreicht. Unabhängig davon liegt der aktuelle Strompreis pro kWh im Durchschnitt aber bei knapp 50 Cent. Photovoltaik lohnt sich für die Richters also auf jeden Fall.

Wer fördert meine Photovoltaik-Lösung? Welche bundesweiten Förderungen gibt es? Welche Förderungen bietet meine Stadt oder mein Bundesland? In der Kategorie „Solarförderung“ findest du umfassende Informationen, Hilfestellungen, Tipps und viele weiterführende Links zu den verschiedenen Förderprogrammen.

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Ein Solardachziegel ist ein klassischer Tondachziegel, der in seiner Herstellung untrennbar mit einem Solarmodul verbunden wird. Auf dem Dach installiert, bilden Solardachziegel eine glatte, sichere und hochbelastbare Dachhaut, die gleichzeitig Strom erzeugt (Foto: Amelie Niederbuchner, WE SUM GmbH)

Was kostet eine Dachsanierung mit Solardachziegeln von Autarq?

Weil das Ehepaar Richter das Dach ohnehin vollständig neu decken lassen muss, erkundigt es sich nach einer Alternative: Solardachziegel. 

Mit Solardachziegeln mit Autarq-Technologie sieht die Rechnung etwas anders aus: Die Solardachziegel-Preise liegen etwas höher im Vergleich zu PV-Modulen. Allerdings sparst du die normalen Dachziegel, da die Solarfläche mit herkömmlichen Ziegeln untrennbar verbunden ist. Damit sind Solarziegel hinsichtlich der Kosten eine attraktive Alternative. Laufende Kosten für Wartung und Reinigung fallen ebenfalls nicht an. Sollten Ziegel kaputt gehen, etwa durch Sturmschäden, können sie problemlos einzeln ersetzt werden. Eine Versicherung solltest du dennoch abschließen. 

  • So sehen die Kosten für Solardachziegel für das Haus der Richters aus:
  • Neue Dacheindeckung und Photovoltaik: 67.500 Euro
  • Elektronik (inklusive Batteriespeicher): 17.000 Euro
  • Versicherung (über 25 Jahre): etwa 2.500 Euro

Insgesamt lägen die Kosten also bei 87.000 Euro - natürlich wäre auch hier die Variante möglich, nur einen Teil des Daches mit Solardachziegeln zu bestücken. Doch werfen wir zunächst einen Blick auf die Kosten dieser Solaranlage pro kWh. Der Ertrag läge bei rund 15.280 kWh im Jahr, also 382.000 kWh über 25 Jahre. Es fielen dementsprechend Kosten pro kWh von 22,77 Cent an. Abzüglich Eigenverbrauch und die Einspeisevergütung hinzugezählt wären es 17,63 Cent - Solardachziegel wären also die lukrativste Variante.

Fazit

Hast du ein Dach, das völlig in Ordnung oder erst vor wenigen Jahren saniert worden ist, sind Solarmodule in der Regel die günstigere Alternative. Eine Dachsanierung mit Solardachziegeln ist dann interessant, wenn dein Dach ohnehin erneuert werden muss oder es sich um einen Neubau handelt. Denn dann schlägst du praktisch zwei Fliegen mit einer Klappe: Du bekommst ein neues Dach und eine PV-Anlage zugleich. 

Solardachziegel sind auf den ersten Blick zwar teurer, weil die Kosten für die Installation höher sind. Der Ertrag fällt aber gleichfalls größer ist. Auf die Kilowattstunde Strom gerechnet, sind sie daher deutlich günstiger.

Grundsätzlich solltest du dir bei Handwerker:innen in deiner Region mehrere Angebote einholen und die aufgeführten Leistungen gut miteinander vergleichen.

Außerdem solltest du bedenken: Photovoltaikanlagen haben ihren Preis und auch Stromspeicher kosten viel Geld, aber du machst dich damit ein Stück unabhängiger von den schwankenden Strompreisen und leistest einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.

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