Photovoltaik-Förderung Bayern 2024: Das solltest du vor Anschaffung einer PV-Lösung wissen

Sieben Reihenhaus-Dächer im Münchner Schurrweg werden mit Solardachziegeln gedeckt (Foto: Amelie Niederbuchner, WE SUM)

Die Unabhängigkeit von Versorgern, Kostenersparnisse und ein wertvoller Beitrag zur Energiewende: Immer mehr Menschen spielen mit dem Gedanken, eine Photovoltaikanlage auf dem eigenen Dach zu installieren. Wer sich für eine solche Lösung interessiert, sollte unbedingt die Möglichkeiten zur Photovoltaik-Förderung in Bayern 2024 unter die Lupe nehmen.

Photovoltaik-Förderung in Bayern 2024: Das Wichtigste kurz gefasst

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    Trotz Förderstopp vieler Programme kann man mit Photovoltaik-Förderungen in Bayern auch 2024 bei Solar-Investitionen Kosten sparen

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    Neben der Bundesförderung durch die KfW-Bank und das BAFA fördern einige bayerische Kommunen Photovoltaik

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    Die Kosten für Photovoltaik sind in 2024 gesunken

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    Beim Heizungstausch und Investitionen in Solarthermie gibt es Förderungen über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)

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    Lokale Fördermittel für Wallboxen ergänzen das Förderangebot in Bayern

Photovoltaik-Förderung in Bayern 2024: PV-Lösungen und ihre Kosten

Schon vor der Einführung der bundesweiten Solardachpflicht hat Bayern eigene Regelungen eingeführt, die bereits jetzt oder ab 2025 gelten:

  • Seit 1. März 2023 Solardachpflicht für neu errichtete Gewerbe- und Industriegebäude.
  • Seit 1. Juli 2023 Solardachpflicht für Neubauten von Nicht-Wohngebäuden.
  • Ab 1. Januar 2025 Solardachpflicht bei Dachsanierungen von Nicht-Wohngebäuden.
  • Ab 1. Januar 2025 Soll-Bestimmung zu Solaranlagen für Wohngebäude (Neubauten und Dachsanierung mit Erneuerung der Dachhaut).

In vielen bayerischen Kommunen locken attraktive Fördertöpfe für Solar-Investitionen. Mit ihrer Hilfe lassen sich die Kosten für eine PV-Lösung reduzieren.

Bei den meisten Photovoltaik-Anlagen (PV-Anlagen) handelt es sich um Aufdachanlagen, die sich nachträglich installieren lassen, wenn Dachstatik und Denkmalschutz es zulassen. Immer mehr Architekt:innen, Bauherr:innen und Dachhandwerksbetriebe entscheiden sich für die Integration der Solarlösung in den Dachbelag wie Solardachziegel. Die Gründe: Solardachziegel

  • bilden eine glatte, ästhetisch ansprechende Dachfläche, 
  • sind technologisch hochwertig und ohne Leistungselektronik einfach bis an Dachfenster und Brandwände verlegbar,
  • passen auf jedes Dach und erfüllen die Auflagen des Denkmalschutzes.

Wie sich die Kosten für eine PV-Lösung zusammensetzen

Die Kosten für Aufdachanlagen setzen sich aus verschiedenen Posten zusammen:

  • Photovoltaikanlage inklusive Installation, Anschluss und Anpassung der häuslichen Stromverteilung durch Fachleute
  • Unterkonstruktion der Anlage
  • Wechselrichter, der den erzeugten Gleichstrom in Wechselstrom umwandelt
  • Kabel
  • Photovoltaik-Batteriespeicher beziehungsweise Stromspeicher (optional)
  • Wallbox (optional)

Im laufenden Betrieb entstehen jährlich Kosten von rund 1,5 Prozent der Anschaffungskosten für die PV-Anlage für folgende Positionen:

Die Anlagenpreise fallen unterschiedlich aus und sind nur schwer vergleichbar. So sind in Komplettpaketen bereits alle Kosten inklusive Installation inbegriffen, die sich bei anderen Anlagen noch hinzuaddieren. Außerdem muss sich die Leistung (und Größe) der Anlage an der Zahl der im Haushalt lebenden Personen orientieren. Es gibt verschiedene Techniken, wobei besonders leistungsfähige Solarzellen und Solardachziegel einen höheren Preis haben. Auch die Installationskosten unterscheiden sich je nach Dach- und Anlagenart. Eine große Position bei der Planung stellen die Handwerker:innenlöhne dar, die regional verschieden sind. Hier lohnt sich ein Vergleich immer, sowohl leistungs- als auch preistechnisch. Dafür betrachtet man am besten einen der folgenden Werte der PV-Anlage:

  • Preis pro Kilowatt (kW) oder Kilowattpeak (kWp) Leistung: die Spanne für klassische Aufdachanlagen reicht von 1.400 bis 2.400 Euro pro kWp
  • Preis pro Quadratmeter (m²) Anlagenfläche
  • Preis pro Kilowattstunde (kWh) Anlagenleistung

Mithilfe des Preises pro kWh lassen sich die Gesamtkosten am besten vergleichen. Mehrere Bundesländer stellen Interessierten Solarkataster zur Verfügung, um die Eignung ihrer Immobilie für eine Photovoltaik-Anlage zu prüfen und die zu erwartenden Kosten zu evaluieren.

Die meisten wünschen sich eine PV-Lösung, die den Haushalt weitgehend unabhängig von externen Stromquellen macht. Wenn die Kosten dafür zu hoch sind oder sich das Dach nicht für eine so große Anlage eignet, tut es oft schon eine kleinere, die einen Großteil des Bedarfs deckt.

Beispielrechnung für die Kosten einer PV-Lösung

Aus unserer Beispielrechnung - siehe „Solaranlage: Diese Kosten kommen auf dich zu“ – lässt sich ersehen, dass sich eine Aufdachanlage inklusive Dachsanierung bei den aktuellen Strompreisen von knapp 50 Cent pro kWh in jedem Fall lohnt. Bei einer angenommenen Lebensdauer von 25 Jahren ergeben sich für das Beispielhaus mit den Zahlen aus 2023 folgende Kosten:

Kosten fürAufdachanlage 
mit 16.260 kWh/Jahr
Aufdachanlage 
mit 5.417 kWh/Jahr
Solardachziegel 
mit 15.280 
kWh/Jahr
Dacheindeckung7.200 Euro7.200 EuroIm Preis für die 
Solarmodule enthalten
Solarmodule31.000 Euro12.500 Euro67.500 Euro
Photovoltaik-Batteriespeicher18 kWh: 21.600 Euro7 kWh: 8.400 Euro17.000 Euro
Laufende Kosten inklusive Versicherung11.600 Euro4.690 Euro2.500 Euro
Gesamtkosten71.400 Euro32.790 Euro87.000 Euro
Preis pro kWh ohne Einspeisevergütung inklusive Eigenverbrauch17,57 Cent24,21 Cent22,77 Cent
Preis pro kWh mit Einspeisevergütung abzüglich Eigenverbrauch12,30 Cent22,37 Cent17,63 Cent

Wer jetzt schon in eine PV-Lösung investiert, kommt dem zu erwartenden Ansturm auf Anlagen und Handwerker:innen zuvor und hat vielerorts Aussicht auf weitergehende Förderungen. Diese drücken den Preis pro kWh und gelten übrigens auch für Solardachziegel. Deren Vorteil neben der Ästhetik: Sie lassen sich leicht austauschen, man benötigt keine Extra-Dacheindeckung, und sie sind praktisch wartungsfrei.

Photovoltaik-Förderung Bayern 2024: bundesweite Maßnahmen

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gewährt bundesweit Zuschüsse für Investitionen in erneuerbare Energien. Im Rahmen des Programms „Erneuerbare Energien – Standard“ (270) vergibt die KfW-Bank zinsgünstige Kredite für Solar-Investitionen.

Besitzt man bereits eine Solaranlage, erhält man auch weiterhin die gesetzlich vorgesehene Einspeisungsvergütung gemäß EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz): Für jede Kilowattstunde, die aus der Photovoltaikanlage in das öffentliche Netz eingespeist wird, zahlt der Staat über einen Zeitraum von 20 Jahren einen festen Betrag. Für Anlagen bis 10 Kilowattpeak, die nach dem 30. Juli 2022 in Betrieb genommen wurden, beträgt die Einspeisevergütung 8,11 Cent pro Kilowattstunde, für größere Anlagen, etwa mit Solarthermie gibt es für den Anlagenteil ab 10 kWp 7,03 Cent pro Kilowattstunde.

Photovoltaik-Förderung in Bayern 2024 – Maßnahmen des Landes

Die in Bayern landesweit verfügbare Förderung im Rahmen des 10.000-Häuser-Programms lief im April 2022 aus. Da die Stromspeicherförderung in Bayern ein Teil dieses Programms war, ist derzeit keine Batteriespeicherförderung in Bayern verfügbar. 

Allerdings bieten viele Städte und Gemeinden in Bayern eigene Förderprogramme an. Folgend findest du die wichtigsten Programme und Voraussetzungen für die PV- und Solarthermie-Förderung der größten bayerischen Städte.

Photovoltaik-Förderung der Stadt München

Die Stadt München hat sich bis zum Jahr 2035 Klimaneutralität zum Ziel gesetzt. Die Förderung von Solaranlagen auf Bestandsbauten ist ein Schritt hin zur Erreichung dieses Ziels, dazu kommen Zuschüsse für Wärmepumpen und Effizienzhäuser sowie eine Wallbox-Förderung, um die E-Mobilität zu stärken Verbreitung von E-Autos zu unterstützen.

Installieren Privatpersonen eine Solarthermieanlage in München, stehen die Fördertöpfe offen. Des Weiteren können Anlagenbetreiber:innen einen entsprechenden Antrag stellen. Bei Wohnungseigentümergemeinschaften ist die Hausverwaltung dafür zuständig.  Achtung: Der Antrag muss vor Auftragsvergabe gestellt werden. Da die Bearbeitung neun bis zwölf Monate dauern kann, solltest du die Unterlagen rechtzeitig einreichen. Der zwei Jahre gültige Antrag kann auf drei Jahre verlängert werden.

  • Die Stadt München fördert folgende Leistungen und Maßnahmen:
  • Beratungs- und Planungsleistungen zum Thema Solarenergie
  • Integration einer thermischen Solaranlage/Photovoltaikanlage
  • Einbau eines hocheffizienten Schichtpufferspeichers
  • Hydraulischer Abgleich von Heizungsanlagen
  • Neuanschluss an ein Wärmenetz
  • Übergabestation mit Frischwarmwassererzeugung

Auch für die Dachsanierung und die nachhaltige Erneuerung der Gebäudehülle sind Förderungen vorgesehen. Dazu gehören die Dämmung von Dächern und Außenwänden, der Fenstertausch sowie die Dämmung des unteren Gebäudeabschlusses.

Die Höhe der Förderung variiert mit den beantragten Maßnahmen und ist auf die nachgewiesenen Kosten für Baumaßnahmen und Beratungen begrenzt. Die Fördersumme muss mindestens 300 Euro betragen. Ein Beispiel: Für eine Solarberatung können bis zu 80 Prozent der Kosten und maximal 1.500 Euro zurückerstattet werden. Für die Dachsanierung sind Förderungen von bis zu 15 Euro pro Quadratmeter möglich. Mehr Informationen zur Antragstellung und zu den Voraussetzungen für die Photovoltaik Förderung der Stadt München listet das Referat für Klima- und Umweltschutz.

Photovoltaik-Förderung der Stadt Nürnberg

An den Kosten für eine Photovoltaik-Anlage in Nürnberg beteiligt sich die Stadt aktuell nicht. Im Rahmen der “Solarinitiative Nürnberg” (Stadt Nürnberg, Referat für Umwelt und Gesundheit) besteht allerdings die Möglichkeit, sich über die Anschaffung und die Montage beraten zu lassen – zum Beispiel dahingehend, ob sich mit der Photovoltaikanlage Steuern sparen lassen oder wie ein Gebäude außerdem energetisch saniert werden kann, um Kosten und CO₂-Ausstoß zu senken.

Darüber hinaus bietet die Energieberatung der Nürnberger Verbraucherzentrale kostenlose Onlinevorträge zu Themen rund um Nachhaltigkeit an. Termine und Anmeldemöglichkeiten sind auf der Website der Solarinitiative Nürnberg verfügbar. Eine Besonderheit offeriert der regionale  Energieversorger N-Ergie: Seine Kund:innen können 2024 einen Zuschuss in Höhe von bis zu 150 Euro für Erwerb, Einbau und Inbetriebnahme von maximal zehn Ladestationen erhalten. 

Photovoltaik-Förderung der Stadt Erlangen

In Erlangen werden Investitionen in erneuerbare Energien wie Wärmepumpen mit Erdwärmenutzung, Photovoltaik, Batteriespeicher und Solarthermie über das Programm „Energieeinsparung und Nutzung erneuerbarer Energien“ gefördert. Diese Zuschüsse gibt es:

  • PV-Anlagen mit einer Leistung zwischen 1 und 30 kWp: 150 Euro/kWp, maximal 4.500 Euro
  • PV-Anlagen Leistungsanteile zwischen 31 und 100 kWp: 75 Euro/kWp, maximal  5.250 Euro
  • Batteriespeicher: 150 Euro/kWh Speicherkapazität, maximal 1.050 Euro

Photovoltaik-Förderung der Stadt Augsburg und umliegender Gemeinden

Über das Augsburger Solarförderprogramm werden Solaranlagen-Installationen gefördert: Photovoltaik-Anlagen, Solarthermie-Anlagen, Steckersolargeräte („Balkonkraftwerke“) auf und an Gebäuden im Augsburger Stadtgebiet. Im Zuge der Solaroffensive Augsburg bietet die Stadt kostenlose oder kostengünstige Beratungen an. 

Hier erfahren Interessierte, ob sich eine Dachsanierung mit Förderung für eine Solarlösung lohnt – zum Beispiel, weil die Fläche ausreichend groß ist, um von der EEG-Einspeisevergütung zu profitieren. Zudem gibt es Informationen dazu, ob mit der Montage einer Photovoltaikanlage Steuern gespart werden können und welche Voraussetzungen dafür erfüllt sein müssen. Im Infoblatt Nr. 6 sind die wichtigsten Fakten für Zuschüsse und Kredite von der Solaroffensive Augsburg zusammengefasst. 

Im Landkreis Augsburg fördert die Gemeinde Gersthofen vor den Toren der Fuggerstadt Mini-Photovoltaikanlagen mit 25 Prozent der Netto-Anschaffungskosten. Maximal sind 100 Euro je 300 Wattpeak möglich. Ferner ist die Förderung auf eine Gesamthöhe von 200 Euro begrenzt. 

Photovoltaik-Förderung der Stadt Regensburg

Die Stadt Regensburg möchte die Energieversorgung mit verschiedenen Anreizen auf erneuerbare Lösungen umzustellen. Im März 2023 hat Regensburg daher mit dem Programm "Regensburg-effizient" eine neue Photovoltaik- und Solarthermie-Förderung ins Leben gerufen. Die Gelder können  Privatpersonen, kleine und mittelständische Unternehmen sowie gemeinnützige Organisationen mit Standort im Stadtgebiet beantragen. Zur Verfügung steht ein Fördertopf in Höhe von 300.000 Euro.

Gefördert werden

  • der Einbau von Balkon-Solaranlagen oder Steckersolargeräten mit Anschluss an einen Wielandstecker mit bis zu 150 Euro und
  • die Montage von Photovoltaikanlage mit 100 Euro pro Kilowattpeak (maximal 1.500 Euro pro Gebäude).

Dazu gewährt die Stadt Regensburg bis zu 200 Euro Zuschuss für den Bau einer PV-Anlage unter besonderen Bedingungen wie bei denkmalgeschützten Gebäude oder Gründächern.

Besonders wichtig ist es, zuerst den Antrag zu stellen und erst nach Bewilligung  zu kaufen. Die Stadt Regensburg fördert nämlich nur die Anschaffungskosten für Photovoltaik-Anlagen, die vor dem Kauf beziehungsweise vor Baubeginn beantragt wurden. Die Anlage muss außerdem auf dem Stadtgebiet errichtet werden und es dürfen keine weiteren Fördermittel in das Projekt fließen. Steckersolargeräte müssen überdies mindestens drei, PV-Anlagen mindestens fünf Jahre an diesem Standort genutzt werden. Alle Hintergründe und Links sind auf der Website der Stadt Regensburg verfügbar.

Photovoltaik-Förderung der Stadt Würzburg

Im Januar 2023 begann in der Stadt Würzburg eine neue Vergabefrist für die Solarthermie-Förderung. Mit bis zu 200 Euro beteiligte sich die Gemeinde an den Anschaffungs- und Installationskosten für Balkon- oder Steckersolargeräte. Die Stadt meldet allerdings mittlerweile den Stopp des Programms: Die Fördermittel für 2023 sind bereits ausgeschöpft, es gingen bereits 276 Anträge ein. Zum Vergleich: Im Jahr 2022 gewährte die Stadt 178 privat genutzten Solargeräten zur Balkonmontage einen Zuschuss. Bislang gibt es noch kein Statement von der Stadt Würzburg, ob die Fördermittel auch 2024 zur Verfügung stehen werden. 

Mehr Informationen zum jeweiligen Stand sind hier verfügbar.

Förderung der Heizung in Bayern

Ein eigenes Programm zur Förderung der Heizung steht in Bayern aus. Allerdings bietet das BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) verschiedene Zuschüsse zur Verbesserung der Energieeffizienz von Wohngebäuden und gewerblichen Immobilien. Dazu kommen Förderungen von Einzelmaßnahmen, etwa an der Gebäudehülle oder an Heizungsanlagen. Das BAFA beteiligt sich im Zuge der Einzelmaßnahmen (BEG EM) unter anderem wie folgend an den Gesamtkosten:

  • Solarkollektoranlagen mit 25 Prozent
  • Biomasseheizungen mit 10 Prozent
  • Wärmepumpen mit 25 Prozent
  • Brennstoffzellenheizungen mit 25 Prozent
  • Heizungstechniken auf Basis erneuerbarer Energien mit 25 Prozent
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Wärmepumpenheizung für grüne Wärme (Photo: HarmvdB via pixabay)

Außerdem ist es möglich, Gelder für die energetische Optimierung einer bestehenden Heizungsanlage zu beantragen.

Gut zu wissen: Für einige der förderungsfähigen Maßnahmen ist im Vorfeld eine Beratung durch Energieeffizienz-Expert:innen notwendig, um vom Fördertopf zu profitieren. Diese unterstützen bei der Antragstellung und begleiten durch den Installationsprozess. Die Website des BAFA listet alle wichtigen Punkte bezüglich der BAFA-Heizungsförderung

Unter bestimmten Umständen stellt auch die KfW eine Förderung der Heizungsanlage zur Verfügung, nämlich dann, wenn die Heizsysteme mit erneuerbaren Energien in Gebäuden den Standards "Effizienzhaus 85" oder "Effizienzhaus Denkmal" entsprechen. Infrage kommen dabei neben Biomasseanlagen und Wärmepumpen auch eine Solarthermie-Förderung sowie eine Kombination aus zwei Lösungen. So unterstützt die KfW beispielsweise eine Wärmepumpe oder eine Holzheizung in Kombination mit Solarthermie als nachhaltiges Heizsystem.

Wallbox-Förderung in Bayern

Um die Verbreitung von Elektrofahrzeugen zu fördern und Solarstrom für Elektroautos bereitzustellen, gab es seit 2017 eine Wallbox-Förderung in Bayern für nicht öffentlich zugängliche Ladeboxen. Anträge dafür konnten bis Ende 2022 gestellt werden. Ob es eine Fortsetzung dieses Programms geben wird, ist bislang nicht bekannt. Rein private Wallboxen, etwa in einer privaten Garage, bezuschusst das Land nach derzeitigem Stand nicht.

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E-Auto-Ladesäule (Photo: stux via pixabay)

Stattdessen ergänzt das Bayerische Ladeinfrastruktur-Förderprogramm eine entsprechende Initiative des Bundes mit dem Ziel, öffentliche Ladesäulen zusätzlich zur Photovoltaik-Förderung in Bayerns Gemeinden weiter auszubauen. Seit 2021 gilt das Förderprogramm „Öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge in Bayern 2.0“. Für die Errichtung von E-Ladesäulen, den Netzanschluss und die Montage ist bis 31. Dezember 2024 eine finanzielle Beteiligung vorgesehen. Außerdem gibt es Zuschüsse für Wallboxen in München über die Förderrichtlinie „Klimaneutrale Antriebe“. Hier findest du Informationen zur Solarförderung.

 

Zuletzt aktualisiert am 14.04.2024

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