Photovoltaik-Anlage: Die wichtigsten Tipps ☀ Autarq

Photovoltaik-Anlage: Kommt die Stromerzeugung auf dem Dach für dich in Frage?

Photovoltaik-Anlage: Kommt die Stromerzeugung auf dem Dach für dich in Frage?

Blick von ganz oben: Das Dach auf dem Haus bietet heute nicht nur Schutz und eine tolle Aussicht. Mit der richtigen Photovoltaik-Anlage schafft es auch viel Unabhängigkeit (Foto: Candice Picard via Unsplash)

Immer mehr Menschen nutzen ihr Dach und erzeugen ihren eigenen Strom. Die Gründe: Sie möchten unabhängig von Stromanbietern sein. Auf diese Weise möchten sie sich frei von den Preisen am Strommarkt bewegen. Und viele möchten ihr Leben insgesamt umweltfreundlicher gestalten und einen persönlichen Beitrag leisten.

Was bedeutet Photovoltaik?

Die Sonne ist schier grenzenloser Energielieferant. Die Strahlen des 150 Millionen Kilometer entfernten Himmelskörper sorgen für den Erhalt des Lebens auf der Erde. Die Sonne lässt Pflanzen wachsen. Mit Sonnenstrahlen im Gesicht sind wir besser drauf. Sonnenlicht stärkt das Immunsystem, steuert Biorhythmus, Hormon- und Vitamin-D-Haushalt. Mit dem Sonnenlicht kann man bei Einsatz von Technologie noch viel mehr , zeigt die Photovoltaik (PH). Photo ist das griechische Wort für Licht, Volt die Einheit für elektrische Spannung. Mit Hilfe von Solarzellen wandelt sie Sonnenlicht in elektrische Energie um.

Schon 1958 wurde die Photovoltaik in der Raumfahrt genutzt, später versorgte sie Taschenrechner. Seit Anfang der 2000er Jahre erzeugen Photovoltaik-Anlagen Energie auf Dächern und Freiflächen. Gemeinsam mit den thermischen Anlagen, die Energie in Wärme umwandeln, werden sie auch Solaranlagen genannt. Eine Solaranlage kann Strom oder Wärme erzeugen. 

Was bewegt Menschen zu Photovoltaik?

Es gibt viele gute Gründe, die für selbstproduzierten Solarstrom sprechen. Was die Entscheidung vorantreibt, ist für jeden Menschen individuell verschieden. Sechs mögliche Gründe:

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    Photovoltaik, um Kosten zu sparen

    Strom, den man beim Stromanbieter bezieht, wird immer teurer. Wie hoch die Preise seit Beginn der Energiekrise in 2022 noch steigen, kann niemand sagen. Wer auf dem eigenen Dach Solarstrom erzeugt, kann Kosten sparen.

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    Photovoltaik, um unabhängig und sicher zu sein

    Viele Jahre galt Strom aus der Steckdose als eine unerschöpfliche Ressource. Die Energiekrise in 2022 hat jedoch gezeigt, dass Strom vielleicht keine Selbstverständlichkeit mehr sein könnte. Menschen machen sich nicht nur Sorgen über steigende Preise, sondern auch über die Verfügbarkeit. Wer eigenen Strom produziert, macht sich von diesen Sorgen frei.

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    Photovoltaik, weil es Treibhausgase reduziert

    Wer Sonnenenergie nutzt, entscheidet sich für eine erneuerbare Energie und damit gegen fossile und klimaschädliche Energiequellen. Wer Strom oder Wärme aus umweltfreundlichen Quellen erzeugt, der leistet einen sehr wertvollen Beitrag zur Energiewende.
     

Die Grafik zeigt die Lebenszyklus-Emissionen der verschiedenen Technologien zur Stromerzeugung im Jahr 2020. Photovoltaik zählt zu den umweltfreundlichsten Wegen, Strom zu erzeugen
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Die Grafik zeigt die Lebenszyklus-Emissionen der verschiedenen Technologien zur Stromerzeugung im Jahr 2020. Photovoltaik zählt zu den umweltfreundlichsten Wegen, Strom zu erzeugen (Quelle: United Nations Economic Comission for Europe via Statista)

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    Photovoltaik, weil es günstiger geworden ist

    Die Kosten für die Anschaffung von Photovoltaik-Anlagen sinken seit Jahren. Preise steigen dann an, wenn die Nachfrage zu hoch wird und nicht gleichzeitig durch Material, Herstellung, Installation und Service gedeckt werden kann. Photovoltaik wird weiterhin staatlich gefördert.

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    Photovoltaik, weil Heizen mit Strom wieder in Frage kommt

    Viele Jahre war es verpönt, mit Strom zu heizen. Stromheizungen wurden eher für den Notfall aus der Abstellkammer geholt. Stromheizungen waren ganz einfach teuer. Moderne Elektro-Heizungen weisen heute jedoch eine höhere Effizienz aus. 

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    Photovoltaik, weil es fortschrittlich ist

    Viele Menschen fühlen sich von technologischen Entwicklungen angezogen. Sie möchten ganz einfach die Möglichkeiten des technologischen Fortschritts ausschöpfen und für ihr Leben nutzen. Es fühlt sich für sie gut an, up-to-date zu sein.

Welche Photovoltaik-Lösungen gibt es?

Wer Strom auf dem Dach erzeugen möchte, dem stehen verschiedene Systemansätze für PV-Anlagen zur Verfügung, die für die meisten Dächer funktionieren.

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Welche Photovoltaik-Lösung für dich die richtige ist, hängt von vielen Faktoren ab. Zum Beispiel von der Beschaffenheit des Daches oder von deinen ästhetischen Wünschen (Foto: Julian Gentilezza via Unsplash)

System als Dach: Solardachziegel

Beim System als Dach ist eine PV-Anlage in die Dachhaut integriert. Die sogenannten Solardachziegel sorgen für die Stromerzeugung UND für den Wetterschutz. Ein sehr großer Vorteil: Solardachziegel sind optisch attraktiver. Wer also Wert auf ein ästhetisch ansprechendes Dach legt, dem werden Solardachziegel gefallen. Hinzu kommt, dass kein zusätzliches Material auf dem Dach installiert wird. Der Materialaufwand ist geringer, der Installationsaufwand von Solardachziegeln geringfügig höher als bei herkömmlichen Dachziegeln.

Solardachziegel eignen sich bei Dachsanierungen und Neubauten und sind nahezu auf allen Dächern möglich. Sie brauchen nur eine Neigung, damit das Regenwasser abfließen kann. Auch lassen sich Solardachziegel mit normalen Ziegeln kombinieren – beide bilden eine ästhetisch ansprechende und geschlossene Oberfläche. Ein Dach mit Solardachziegeln zeigt außerdem mehr Stabilität bei Wind und Wetter im Vergleich zu einer Aufdach-Anlage.

System auf dem Dach: Aufdach-Anlage

Bei diesem System wird die Photovoltaik-Anlage mit Hilfe eines Montagegestells auf dem Dach installiert. Das System lässt sich meistens auch dann montieren, wenn das Dach bereits über Jahre besteht und keine Sanierung braucht. 

Eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach funktioniert bei Ziegeldächern, Schieferdächern oder Flachdächern. Sie kann auch in ihrer Neigung angepasst werden, wenn das Dach für eine optimale Ausrichtung zu flach ist.

Wie verbreitet sind Photovoltaik-Anlagen in Deutschland?

2022 sind in Deutschland 2,2 Millionen PV-Anlagen installiert, die rund 10 Prozent des in Deutschland produzierten Stroms generieren (BMWi, Fraunhofer ISE). Photovoltaik-Anlagen unterschiedlicher Bauart werden bereits seit Ende der 90iger Jahre installiert, betrieben und fortlaufend weiterentwickelt. 

Dementsprechend profitierst du von den Praxiserfahrungen aller Beteiligten: Bauherrinnen und Bauherren, die ihre Neubauten mit Photovoltaik ausstatten, Hauseigentümer:innen, die sich bei einer Dachsanierung dafür entscheiden, Architekt:innen, die Photovoltaik planen, Dachdecker:innen, die sie installieren. 

Photovoltaik erlebt wieder einen starken Aufwärtstrend – der Trend hat sich in 2022 durch die Energiekrise nochmals deutlich verstärkt
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Photovoltaik erlebt wieder einen starken Aufwärtstrend – der Trend hat sich in 2022 durch die Energiekrise nochmals deutlich verstärkt (Quelle: Fraunhofer ISE via Statista)
 

2022 sind in Deutschland 2,2 Millionen PV-Anlagen installiert, die rund 10 Prozent des in Deutschland produzierten Stroms generieren (BMWi, Fraunhofer ISE). Photovoltaik-Anlagen unterschiedlicher Bauart werden bereits seit Ende der 90iger Jahre installiert, betrieben und fortlaufend weiterentwickelt. 

Dementsprechend profitierst du von den Praxiserfahrungen aller Beteiligten: Bauherrinnen und Bauherren, die ihre Neubauten mit Photovoltaik ausstatten, Hauseigentümer:innen, die sich bei einer Dachsanierung dafür entscheiden, Architekt:innen, die Photovoltaik planen, Dachdecker:innen, die sie installieren. 

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz [EEG] hat sowohl zum rasanten Wachstum als auch zum zeitweisen Einbruch des deutschen Solarmarktes 2013 beigetragen. Seit 2018 wächst die Photovoltaik-Leistung wieder – Tendenz steigend.

Was sollte ich vor der Entscheidung für eine Photovoltaik-Anlage beachten?

Wer die Voraussetzungen, Vor-und Nachteile und Möglichkeiten beachtet und abwägt, findet eine individuell passende Photovoltaik-Lösung
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Paar vor der Entscheidung: Wer die Voraussetzungen, Vor-und Nachteile und Möglichkeiten beachtet und abwägt, findet eine individuell passende Photovoltaik-Lösung (Foto: Candice Picard via Unsplash)
 

Auf dem Weg zur Entscheidung für eine Photovoltaik-Anlage sollten eine Reihe von Punkten bedacht oder geprüft werden.

Ist das Dach generell für eine Photovoltaik-Anlage geeignet?

Ist das Dach Privateigentum? Das gilt zum Beispiel nicht bei Hauseigentümer:innengemeinschaften. Wie ist es ausgerichtet? Optimal wäre es, wenn das Dach eine Neigung von 30 Grad aufweist und nach Süden ausgerichtet ist. Aber auch abweichende Werte sprechen für die Solarstromerzeugung auf dem Dach. Wenn du mehr darüber wissen möchtest, wie die Lage deines Daches für die Stromerzeugung einzuschätzen ist, dann kannst du auf der Website des Solarkatasters bzw. Solaratlas deines Bundeslandes (Beispiel Hamburg) per Eingabe der Adresse die ungefähre Eignung des Daches abrufen. Als Ergebnis erhältst du die jeweilige Eignung von Rot („Dach ist nur bedingt für eine Photovoltaikanlage geeignet“), über Orange (grundsätzlich geeignet) und Gelb (gut geeignet) bis Grün (sehr gut geeignet).

Gibt es Verschattungen auf deinem Dach?

Unmittelbar am Haus stehende Bäume oder Häuser im direkten Umfeld können dein Dach verschatten und damit die Sonneneinstrahlung und Stromerzeugung beeinträchtigen.

Brauchst du für deine Photovoltaik-Anlage eine Baugenehmigung?

Große Photovoltaikanlagen auf Freiflächen oder Solarparks sind immer genehmigungspflichtig. Die Installation einer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach eines privaten Hauses ist im Normalfall genehmigungsfrei. Es gibt jedoch Einschränkungen in den jeweiligen Landesbauverordnungen, die du ggf. prüfen solltest. Beispiele: Dächer auf Häusern, die unter Denkmalschutz stehen, Anlagen an Hausfassaden, besonders große Anlagen auf Mehrfamilienhäusern oder Anlagen, die den Charakter eines Ortskerns verändern. Am besten einen Blick auf die Website des örtlichen Bauamtes werfen oder dort anrufen und nachfragen.

Strom ist für uns eine Selbstverständlichkeit. Wie schön, diesen selber zu erzeugen
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Strom ist für uns eine Selbstverständlichkeit. Wie schön, diesen selber zu erzeugen (Foto: Mike Winkler via Unsplash)


 

Wie groß muss die Photovoltaik-Anlage für dich sein?

Natürlich ist es wichtig, vor der Entscheidung einmal zu kalkulieren, wie viel Strom überhaupt benötigt wird. Der aktuelle Verbrauch lässt sich auf der Website des aktuellen Energie-Lieferanten oder von der letzten Stromabrechnung ablesen. Aber kann dein Dach diese Menge an Strom generieren? Um diese Frage zu beantworten, nutze am besten unseren Konfigurator. Dort kannst du deine Daten eingeben – Größe des Daches, Neigung, Lage, Besonderheiten – und erhältst einen ersten Wert. 

Was kommt für dich in Frage: Eigenverbrauch, Überschusseinspeisung und Volleinspeisung?

Von deiner Bedarfsanalyse („Wie viel Strom brauche ich“) und dem Potential deines Daches („Wie viel Strom kann mein Dach erzeugen“) hängt ab, was mit dem Strom geschieht. Bei den aktuellen Strompreisen und voraussichtlichen Weiterentwicklungen (November 2022) ist der Eigenverbrauch sicher der attraktivste Weg. Dennoch besteht die Möglichkeit, überschüssigen Strom in das öffentliche Stromnetz einzuspeisen. 

Für das Einspeisen von Strom brauchst du nicht viel: Einen Netzanschluss und einen Smartmeter. Für jedes gelieferte Kilowatt erhältst du dann den in der Einspeisevergütung gemäß Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) festgelegten Betrag.

Der aktuelle Betrag kann bei der Bundesnetzagentur, bei der auch jede neue Photovoltaik-Anlage gemeldet werden muss, abgerufen werden. Pro Kilowattstunde wird seit Juli 2022 bei Anlagen mit weniger als 10 kWp 8,6 Cent, bei Anlagen mit weniger als 40 kWp 7,5 Cent und bei Anlagen mit mehr als 40 kWp 6,2 Cent pro kWh gezahlt.

Was kostet eine Photovoltaikanlage?

Die Kosten für eine Photovoltaik-Anlage müssen individuell berechnet werden. Sie sind abhängig von der Art der Anlage – Solardachziegel oder Aufdachanlage – von der Größe, dem Hersteller und den Dachdecker:innen. Und sicher auch von der jeweiligen Nachfrage.

Bei einem 50 Quadratmeter großen Dach kann man SEHR GROB mit 18.000 Euro rechnen. Ein Quadratmeter Solardachziegel kostet ca. 350 Euro, ein Quadratmeter Photovoltaik-Anlage zwischen 270 und 360 Euro. 

Hinzu kommt die Versicherung – und bei der Photovoltaik-Anlage auch die regelmäßige Reinigung und Wartung. Photovoltaik-Lösungen werden weiterhin gefördert. 

Welche Förderungen gibt es für Photovoltaikanlagen?

Wer eine PV-Anlage installiert, wird vom Staat und teilweise auch vom Bundesland und von einzelnen Kommunen gefördert. Es gibt drei Arten der Förderung: 

  • Vergünstigte Kredite zur Finanzierung der PV-Anlage.
  • Zuschüsse für den Kauf von Solaranlagen, Stromspeichern oder E-Ladestationen.
  • Vergütung für eingespeisten Solarstrom nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG).

Die staatliche Förderung ist einheitlich, die Programme der Bundesländer unterscheiden sich in der Höhe der Zuschüsse, der Laufzeit und den Konditionen. Generell können bereitgestellte Mittel erschöpft sein und die Programme enden, bevor das geplante Ende der Laufzeit erreicht ist. Eine Übersicht der Förderprogramme findest du hier

Was sind die nächsten Schritte hin zu deiner Photovoltaik-Lösung?

Die Entscheidung ist getroffen, die Planung fast abgeschlossen, in wenigen Wochen wird die Photovoltaik-Lösung auf dem Dach installiert
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Zufriedenheit pur: Die Entscheidung ist getroffen, die Planung fast abgeschlossen, in wenigen Wochen wird die Photovoltaik-Lösung auf dem Dach installiert (Foto: Candice Picard via Unsplash)
 

Sind die generellen Voraussetzungen erfüllt, kann die Planung der Anlage starten.

Finde einen passenden Installationsbetrieb und lasse die eigene Einschätzung und Berechnung überprüfen. Der Betrieb wird das Dach ausmessen und ein detailliertes Angebot inkl. Planung erstellen.

  • Hole noch ein zweites Angebot ein, um vergleichen zu können.
  • Stelle parallel einen Förderantrag bei der KFW und/oder in deinem jeweiligen Bundesland. 
  • Wenn die Zusage zur Förderung eintrifft (in der Regel nach 4 bis 6 Wochen): Beauftrage den Installationsbetrieb.
  • Bevor die Photovoltaik-Lösung in Betrieb geht: Melde die Anlage bei der Bundesnetzagentur und schließe ggf. eine Versicherung ab.

Die Kraft der Sonne bietet eine umweltschonende Alternative zu Erdöl, Steinkohle und Atom und sorgte dafür, dass im Jahr 2021 34,4 Millionen Tonnen CO2 eingespart wurden (Umweltbundesamt).

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