Garantie Solarmodule: Sorgenfrei in die Zukunft ☀ Autarq

Garantie Solarmodule: Sorgenfrei in die solare Zukunft

Die Lebensleistung von Solardachziegeln wird von den integrierten Solarzellen bestimmt. Auf Produkte mit Technologie von Autarq wie hier im Bild gibt es 25 Jahre Garantie. (Foto: Autarq)

In der Regel bieten Solarmodule eine Lebensdauer von durchschnittlich 30 bis 40 Jahren. Viele Installationen halten länger, sodass eine PV-Anlage sich getrost als Anschaffung fürs Leben bezeichnen lässt. Doch was, wenn sie vorzeitig Defekte aufweist oder sogar vollständig funktionsunfähig wird? Für Besitzer ist das nicht nur mit finanziellen Verlusten verbunden, die Reparatur oder der Austausch erfordern auch Zeit und Aufwand. Die gute Nachricht: Auf PV-Anlagen gibt es Garantie. Solarmodule fallen zum einen unter die gesetzliche Gewährleistung. Zum anderen bieten viele Hersteller eine über die gesetzliche Spanne hinausgehende Garantie. Diese unterscheidet sich jedoch von Produzent zu Produzent und ein Blick ins Kleingedruckte ist auch hinsichtlich der Garantie ratsam. Die ist oftmals an bestimmte Bedingungen geknüpft.

Garantie Solarmodule vs. Gewährleistung – zwei Seiten einer Medaille

Die Begriffe Garantie und Gewährleistung verwenden viele Menschen synonym. Dabei beschreiben sie zwei verschiedene Dinge und basieren auf unterschiedlichen Rechtsgrundlagen. Die Gewährleistung regelt das Gesetz. Sie ist auch als Sachmängelhaftung bekannt und bezieht sich auf die Mängelfreiheit eines Produkts. Diese sollte über einen festgelegten Zeitraum gegeben sein. In der Regel beträgt sie ab Kaufdatum zwei Jahre. Weist ein Produkt innerhalb dieser Zeitspanne Mängel auf, hast du als Käufer:in das Recht auf Nachbesserung wie eine Reparatur oder, falls diese nicht möglich ist oder erfolglos bleibt, auf einen Austausch.

Das Recht zur Gewährleistung ist im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) festgeschrieben. Es ist weder änder- noch verhandelbar und geht schon gar nicht zulasten des Käufers. Hält ein Hersteller vereinbarte Fristen nicht ein, etwa hinsichtlich einer Reparatur, hast du das Recht, den Kauf vollständig rückabzuwickeln. Eine Garantie ist dagegen eine freiwillige Leistung der Hersteller. Sie kann über die gesetzliche Gewährleistung hinausgehen, etwa in der Dauer oder im Leistungsumfang. Über die Bedingungen können die Produzenten frei bestimmen.

Gegenüber wem setze ich meine Ansprüche an die Garantie für Solarmodule durch?

Vielfach koppeln Hersteller Gewährleistung und Garantie, bieten also über die gesetzliche Sachmängelhaftung hinaus weitere Leistungen an. Wichtig ist, dass die Bedingungen der Produktgarantie für PV-Module festgehalten werden, beispielsweise auf einer separaten Garantiekarte oder im Kaufvertrag. Dort müssen auch Angaben zum Garantiegeber vermerkt sein. Dieser hat für etwaige Mängel geradezustehen. In der Regel ist die Verkaufsfirma, die die Module installiert, für die Sachmängelleistung zuständig. Das können Solarteure, Dachdecker- und/oder Elektrofachbetriebe sein. Bei Fehlern oder einem Ausfall der Anlage trägt der Verkäufer sämtliche Kosten für deren Behebung, darunter für den Transport der Module, die Arbeitsleistung sowie Aufwendungen für benötigte Materialien.

Was versteht man unter einer Garantie für Solarmodule und welche Garantiearten gibt es?

Im Allgemeinen beträgt die gesetzliche Produktgewährleistung für PV-Module zwei Jahre. Außerdem steht dir die Sachmängelhaftung des Montagebetriebs zu. Sofern nichts Abweichendes vereinbart wurde, gilt diese über einen Zeitraum von fünf Jahren. Treten innerhalb von zwei Jahren Produkt- oder innerhalb von fünf Jahren Baumängel auf, bist du auf der sicheren Seite: Die Defekte müssen ohne Wenn und Aber behoben werden. Hersteller und Montagebetriebe dürfen die Gewährleistung nicht an Bedingungen knüpfen.

Das sieht bei der Garantie für Solarmodule anders aus. Da sie freiwillig ist, dürfen Produzenten bei der Behebung von Fehlern oder den Austausch der Module durchaus über den Umfang der Leistung bestimmen. Dazu kommt, dass es zwei Garantiearten für PV-Anlagen gibt:

  • Die Produktgarantie ähnelt im Prinzip der gesetzlichen Gewährleistung. Sie sieht vor, Mängel an den Modulen zu ersetzen. Zumeist gewähren Hersteller eine Produktgarantie von fünf bis zehn Jahren, abhängig von der Art der Bauteile.
     
  • Die Leistungsgarantie betrifft die tatsächliche Nennleistung der Solarmodule. Häufig wird sie abgestuft angeboten. Beispielsweise garantiert der Hersteller bis zu zehn Jahre nach Kauf eine Leistung von 90 Prozent und für die darauffolgenden zehn, 15 oder 20 Jahre von 80 oder 75 Prozent.

Was umfasst die Produktgarantie und worauf sollte ich achten?

Die Produktgarantie wird auch als Haltbarkeitsgarantie bezeichnet. Sie sichert den mängelfreien Betrieb der PV-Anlage über den vereinbarten Zeitraum. Treten Materialfehler, Verarbeitungs- oder Konstruktionsmängel auf, steht dir im Rahmen der Garantiebedingungen eine Reparatur oder ein Austausch zu.

Wie lange gilt die Produktgarantie für verschiedene Bauteile?

Die einzelnen Komponenten einer PV-Anlage weisen jeweils unterschiedliche durchschnittliche Lebenszyklen auf. In der Folge wird die Dauer der Garantie für einzelne Komponenten unterschiedlich bestimmt. Mit diesen Laufzeiten ist zu rechnen:

  • Wechselrichter, die den erzeugten Gleich- in haushaltsüblichen Wechselstrom umwandeln: zwei bis fünf Jahre
     
  • PV-Module: je nach Hersteller und Art der Module meist zwischen 
    fünf bis zehn Jahre
     
  • Montagesysteme: zehn Jahre
     
  • Speicherbatterien: zehn Jahre

Gut zu wissen: Auch auf Wallboxen für die Aufladung von Elektrofahrzeugen gewähren Hersteller üblicherweise eine über die Gewährleistung hinausgehende Garantie. In den meisten Fällen beträgt sie zwei Jahre.

Wie die Auflistung zeigt, kann die Dauer der Garantieleistungen abhängig von der Art der Komponenten deutlich variieren. Kommen bei deiner Solarinstallation Bauteile verschiedener Hersteller zum Einsatz, kann ein Modul 20 Jahre, ein weiteres nur zehn Jahre und beispielsweise der Wechselrichter lediglich zwei Jahre Garantiezeit aufweisen. Mehr noch: Die Garantiebedingungen können sich ebenfalls stark unterscheiden. Im Garantiefall ist es in einem solchen Szenario häufig komplex, die eigenen Ansprüche geltend zu machen. Idealerweise gilt für deine PV-Anlage eine Produktgarantie für alle Bauteile. Das vereinfacht die Vorgehensweise bei Defekten enorm.

Das Kleingedruckte zählt

Ob die Garantie für Solarmodule, Wechselrichter und Batteriespeicher jeweils separat gilt oder für die gesamte PV-Anlage: Es ist ratsam, die Garantiebedingungen und -laufzeiten genau zu studieren. Du solltest beispielsweise darauf achten, ob die Garantie für Stromspeicher den vollen Kaufpreis umfasst oder lediglich der Zeitwert ersetzt wird. Bei Wechselrichtern gewähren einige Produzenten die Garantie nur nach vorheriger Produktregistrierung.

Dem Wortlaut der Garantie solltest du ebenfalls einen kritischen Blick widmen. Es sollte exakt festgehalten werden, unter welchen Umständen die Garantie gilt. So sind zum Beispiel zu kurze Fristen für die Anzeige der Mängel von ein oder zwei Wochen unzulässig. Auch schwammige Formulierungen wie der Ausschluss der Leistung bei „Nachlässigkeit“ sind in der Regel nicht rechtskräftig – schließlich kann niemand definieren, was „nachlässig“ konkret bedeutet.

Häufig sehen Garantiebedingungen vor, dass bestimmte Kosten und Aufwendungen vom Kunden zu zahlen sind. Beispielsweise nimmt der Hersteller zwar den Austausch der Module vor, für die Transportkosten sollst du jedoch aufkommen. Vorsicht ist bei Anbietern geboten, die ihren Firmensitz nicht in Deutschland haben. Es kann schwer bis unmöglich werden, in diesem Fall Garantieansprüche durchzusetzen. Nicht zuletzt ist eine insolvenzsichere Rückversicherung seitens des Herstellers sinnvoll. Dann kannst du selbst im Falle einer Insolvenz des Anbieters Ansprüche geltend machen.

Tipp: Gegen Aufpreis bieten viele Hersteller eine Garantieverlängerung an. Diese kann jedoch teuer werden. Unter Umständen kommst du mit Rücklagenbildung für den Fall einer notwendigen Reparatur oder eines Austauschs günstiger weg.

Garantie für Solardachziegel mit Technologie von Autarq

Für Solardachziegel mit Technologie von Autarq gilt eine Produkt- und Leistungsgarantie von 25 Jahren. Es wird garantiert, dass Solardachziegel 25 Jahre nach der Installation noch mindestens 80 Prozent der Nennleistung erzeugen. Für Solardachziegel ist wie bei herkömmlichen Installationen mit einer Lebensdauer von bis zu 40 Jahren zu rechnen. Hier erfährst du, wie sich Solardachziegel rechnen und welchen Kosten zu erwarten sind.

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Solardachziegel sind eine langfristige Investition, auf die Autarq 25 Jahre Leistungsgarantie gewährt. (Foto: Skarpnes AS / Autarq)

Warum ist die Leistungsgarantie für PV-Module so wichtig?

Die Leistungsgarantie auf Solarmodule legt fest, welche Leistung diese innerhalb des vereinbarten Zeitraums erbringen muss. Der gesamte Zeitraum beträgt üblicherweise 20 bis 30 Jahre, wobei nach zehn Jahren häufig eine Abstufung erfolgt. Denn Solarmodule büßen im Laufe der Jahre an Leistung ein. Innerhalb von 20 bis 25 Jahren sind zwischen zehn und 15 Prozent Degradation, so der Fachbegriff, in Kauf zu nehmen. Die Leistungsdaten beziehen sich stets auf die Nennleistung der Module, sprich, auf die unter idealen Voraussetzungen erzielbare Maximalleistung, etwa bei optimaler Ausrichtung und Sonneneinstrahlung sowie keinerlei Verschattung. Abhängig von den äußeren Bedingungen kann es somit passieren, dass die Anlage trotz hoher Nennleistung eine geringere Leistung erbringt.

Warum ist die Leistungsgarantie nun besonders relevant? Die Antwort ist simpel: Sie ist ein entscheidender Faktor, wenn es um die betriebswirtschaftliche Kalkulation deiner PV-Anlage geht. Um die Wirtschaftlichkeit der Installation zu bestimmen, ist es relevant, zu wissen, wie viel Energie diese im Laufe ihrer Lebensdauer erzeugen wird. Die Leistungsgarantie dient so als Basis für die Berechnung der voraussichtlichen Gesamtleistung der Anlage. Tipp: In diesem Artikel erfährst du mehr über den durchschnittlichen Stromverbrauch im Einfamilienhaus.

Leistungseinbußen, Störungen und Defekte vermeiden

Eine Leistungsreduzierung über die übliche Degradation hinaus führt zu finanziellen Einbußen, Defekte führen zu hohem organisatorischen Aufwand, selbst wenn die Kosten im Rahmen der Garantie übernommen werden. Da eine PV-Anlage ohne bewegliche Bauteile auskommt, ist kein Verschleiß zu erwarten. Insgesamt sind Solarlösungen von Haus aus wartungsarm. Das gilt für klassische Installationen wie für Solardachziegel. Dennoch kann es zu Störungen im Betrieb kommen, deren Beseitigung eine Abschaltung der Anlage zur Folge hat. Das sind typische Defekte an Solarinstallationen:

  • Temperaturschwankungen, Feuchtigkeit und Verschmutzungen beeinträchtigen die Leistung des Wechselrichters. Die Folge: Er schaltet sich verspätet oder gar nicht zu.
     
  • Verschmutzte Module sind auch ein häufiger Grund für Leistungseinbußen der gesamten Anlage. So können Pollen und Staub in Verbindung mit Feuchtigkeit einen Film auf der Oberfläche hinterlassen, der sich ähnlich wie eine Verschattung auswirkt.
     
  • Bei Hagel besteht – wenn auch gering – Gefahr eines Glasbruchs. Dringen dann Feuchtigkeit oder Staubpartikel ein, ist ein Totalschaden des Moduls zu erwarten.
     
  • Lösen sich Steckverbindungen am Kabelbaum, etwa durch eine unsachgemäße Verlegung, bringen einzelne oder ganze Modulgruppen keine Leistung mehr.

Mit einer regelmäßigen Wartung lassen sich viele Defekte ausschließen. So ist die turnusmäßige Reinigung der Module sinnvoll, um die volle Leistung zu gewährleisten. Die Überprüfung der Solarmodule auf Beschädigungen und der Verkabelung auf lose oder wacklige Steckverbindungen sichert den zuverlässigen Betrieb der Anlage. Lässt du durch zertifizierte Fachbetriebe regelmäßig einen genauen Blick auf die PV-Installation werfen, lassen sich viele Defekte von vornherein ausschließen. Im besten Fall musst du so weder von der gesetzlichen Gewährleistung noch von der freiwilligen Leistungs- und Produktgarantie für PV-Module Gebrauch machen.

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Die Verkabelung kann eine Fehlerquelle bei Solaranlagen sein. Eine sorgfältige Kopplung, hier zu sehen bei einer Solardachziegel-Installation von Autarq, sichert den zuverlässigen Betrieb der Anlage. (Foto: WE SUM GmbH)

Tipp: Eine Photovoltaikversicherung springt bei vielen der genannten und weiteren Beschädigungen ein. In der Regel sind Hagel- und Sturmschäden, Überspannungsschäden aufgrund eines Blitzeinschlags sowie Vandalismusschäden abgedeckt. Dabei handelt es sich um Leistungen, die von der Gewährleistung und Garantie unberührt bleiben. Bevor du eine solche Police abschließt, lohnt ein Blick in die Gebäudeversicherung. Oftmals sind Solarinstallationen mitversichert.

Fazit: Garantie für Solarmodule – Augen auf beim Vertragsabschluss

Der Kauf und die Installation einer PV-Lösung umfasst zahlreiche Faktoren, auf die es zu achten gilt. Ein genauer Blick auf die Garantiebedingungen sorgt dafür, dass du genau weißt, was im Schadenfall zu tun ist – und umfangreiche Garantieleistungen sichern einen zuverlässigen Betrieb über viele Jahrzehnte. Bonus: Du hältst so deine Kostenkalkulation auf dem erwarteten Level.

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