Wird 2024 das Jahr der Wärmepumpe? Eine Umfrage zeigt, was deutsche Eigentümer:innen wirklich denken

  • “Schöne neue Energiewelt”: Autarq befragte 1036 Eigenheimbesitzer:innen: Ergebnisse geben Aufschluss zum Stimmungsbild der Deutschen gegenüber der Wärmepumpe
     
  • 91 Prozent kennen den Begriff, nur 31 Prozent könnten Technologie erklären, jede:r Vierte würde investieren, Investitionsbereitschaft nach Bundesland 
     

Prenzlau, 10. Januar 2024: Selten beherrscht eine technische Vorrichtung die Medienlandschaft über Monate hinweg: die Wärmepumpe als Heizsystem bleibt Gegenstand zahlreicher Diskussionen. Doch finden diese vor allem auf politischer und weniger auf bauphysikalischer Ebene statt. Was denken deutsche Eigentümer:innen wirklich, wenn es um ihre Häuser geht? Eine Umfrage* des Brandenburger Climate-Tech-Unternehmens Autarq in Zusammenarbeit mit der Bonsai Market Research GmbH gibt Aufschluss über die Meinung deutscher Eigentümer:innen zur Wärmepumpe. Einige Ergebnisse überraschen dabei: 

Wer weiß, was es ist?

Von Solarkollektoren (68,7 Prozent), Smart Metern (25,8 Prozent), Solarspeichern (71,8 Prozent) und Wallboxen (74,9 Prozent) bis zu Erdwärmesonden (38,7 Prozent) und bidirektionalem Laden (14,1 Prozent) – Die Energiewende bringt Eigentümer:innen eine Vielzahl von neuen Begrifflichkeiten, Technologien und Prozessen. Mit 91 Prozent der Befragten, die angaben, zumindest den Begriff zu kennen, ist die Wärmepumpe das heute bekannteste Puzzle-Teil der Energiewende. Weniger als ein Drittel (30,9 Prozent) deutscher Eigentümer:innen kann währenddessen erklären, was mit einer Wärmepumpe gemeint ist. 77,6 Prozent der Befragten gaben an, überhaupt erst von der Möglichkeit gehört zu haben, mit Strom zu heizen.

“Schon mal von gehört!” 

Die Wärmepumpe ist als Begriff bekannt, jedoch noch nicht als technische Vorrichtung, die Wärme von einem Ort zum anderen bewegt. Vergleicht man diese Umfragewerte (Begriff ist bekannt vs. Begriff kann erklärt werden) für andere Technologien des neuen Energiemarkts wird deutlich, dass die Wärmepumpe in Relation zu ihrem hohen Bekanntheitsgrad von den wenigsten Bürger:innen erklärt werden kann. Diese Diskrepanz ist in der Umfrage nur bei den Begriffen “gebäudeintegrierte Photovoltaik” und “virtuelles Kraftwerk” noch signifikanter. Für Kai Buntrock, Geschäftsführer von Autarq, liegt hier eine wichtige Erkenntnis: “Die Wärmepumpe ist nicht nur am bekanntesten, sie sorgt auch für die meisten Fragezeichen in den Köpfen Deutschlands. Verwirrung und auch Frust sind damit leider vorprogrammiert.” 

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Investitionsbereitschaft nach Bundesland 

Und dennoch steht die Wärmepumpe, wenn es um die Bereitschaft zu investieren geht, auf Platz eins der Deutschen. Spiele Geld keine Rolle, wäre die Vorrichtung bei 27,3 Prozent der Befragten nach Solarkollektoren (26,1 Prozent) und der Wallbox (25,7 Prozent) die erste Investition in ihr Gebäude. Würde der Gesetzgeber die Technologie zusätzlich fördern, wäre die Wärmepumpe bei 49,2 Prozent der Teilnehmenden die erste Investition. Deutliche Unterschiede lassen sich hier auch bei den Bundesländern erkennen: Ist in der Hauptstadt die Bereitschaft mit 33,4 Prozent am geringsten, würden 66,1 Prozent der mecklenburgischen Nachbar:innen in eine Wärmepumpe investieren. 

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Fazit: Eigentümer:innen mitnehmen 

Die Umfrage zeigt, dass die Wärmepumpe in Deutschland als Begriff zwar weitgehend bekannt ist, aber nur ein Bruchteil der Befragten tatsächlich ihre Funktion kennt. Die vorhandene Bereitschaft zur Investition, vor allem bei finanziellen Anreizen durch den Staat, bleibt ungenutzt, wenn nur eine Minderheit die Technologie versteht. “Das Skandaljahr der Wärmepumpe ist vorbei und hat doch Spuren hinterlassen”, fasst Buntrock die Ergebnisse zusammen. “Die Daten zeigen, dass die Eigenheimbesitzer:innen in Deutschland bereit für die ‘schöne neue Energiewelt’ sind. Keine Technologie der Erneuerbaren stößt dabei auf so viel Interesse wie die Wärmepumpe. Gezieltere Aufklärungskampagnen, insbesondere durch die Stadtwerke, kann die Akzeptanz und Nutzung der Wärmepumpe weiter steigern und die Energiewende vorantreiben."

 

*Die Daten wurden von der Autarq GmbH mit Unterstützung der Bonsai Market Research GmbH im November 2023 erhoben. 1036 Eigentümer:innen wurden schriftlich zu den Themen der Energiewende befragt. Weitere Ergebnisse der Erhebung folgen. 


 

About Autarq:

Im Jahr 2011 vom Elektrotechnik-Ingenieur Cornelius Paul gegründet, ist der Climate-Tech-Pionier Autarq heute einer der innovativsten Player der europäischen Solarindustrie. Einfach, sicher und ästhetisch: Für das Autarq Solardachziegel-System werden Tondachziegel von Jacobi-Walther und CREATON teilautomatisiert zu kraftvollen Solardachziegeln veredelt. Mit dem patentierten Kabelbaum bilden sie eine gebäudeintegrierte Solarlösung, die als einzige auf dem Markt in sicherer Kleinspannung und hoch adaptiver Parallelschaltung arbeitet, sowie ohne Leistungselektronik auf dem Dach auskommt. Dabei verfolgt das Unternehmen unter Geschäftsführer Kai Buntrock die Mission, die Technologie für Nutzer und Nutzerinnen in Anschaffung, Installation und Betrieb so einfach und sicher wie möglich zu gestalten und die Energiewende aus und in Europa voranzubringen. Seit 2017 ist die Autarq GmbH Teil der econnext AG.